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28.02.2019

Rundreise mit dem Adria Adora 512 UP

Niederlande-Deutschland-Italien-Slowenien-Österreich-Deutschland-Niederlande

Wir sind Mark und Gerdineke aus den Niederlanden. Nach unterschiedlichen Arten von Ferienabenteuern (mit dem Flugzeug zu All-Inclusive-Resorts, von Hotel zu Hotel mit dem Auto und Reisen mit einem Wohnmobil) dachten wir, es sei an der Zeit, das Reisen mit einem Wohnwagen zu entdecken.

Jeder schöne Urlaub beginnt mit einer guten Vorbereitung. Mark hat unsere Reise schon mehr oder weniger geplant und die ersten paar Nächte reserviert. In der Zwischenzeit packte ich unsere Sachen zusammen, die unbedingt mitkommen mussten: Geschirr, Campingstühle, Grill, Toilettenartikel, Kleidung usw. Der Caravan hat wirklich viele Schränke und Ablageflächen, somit konnte ich uneingeschränkt packen, was mir passte. Auch als ich überzeugt war nichts vergessen zu haben, waren da noch leere Schränke!

Unser erstes Ziel ist der Campingplatz Wolfsmühle in Deutschland. Nach einer komfortablen Fahrt von ca. 4 Stunden kamen wir gegen 21.00 Uhr an. So ein schöner Ort. Es liegt an der Lahn, einem Nebenfluss des Rheins, und wir bekamen einen wunderbaren Platz am Flussufer. Obwohl die Zuglinie in der Nähe war, störte dies uns in keiner Weise. Wir haben sehr bequem geschlafen in unserem "französischen" Bett.

Am nächsten Morgen setzten wir unsere Reise zum Lago Maggiore fort. Wir fuhren angenehm und machten 4 Stopps. Nach 11 Stunden erreichten wir den Campingplatz Rose in Dormelleto. Ein kleiner, niedlicher Campingplatz mit freundlichem Personal. Unser Platz war neben anderen Gästen aus Holland, die uns freundlicherweise bei der Platzierung des Wohnwagens halfen. Als wir die Markise aufstellten, regnete es in Strömen. Wir entschieden uns, zuerst mal das Lodgetent meiner Eltern aufzusuchen. Sie waren so überrascht, als wir unerwartet "vorbeikamen". Das war ein sehr schöner gemeinsamer Abend.

Als wir am nächsten Morgen aufwachten, lächelte uns die Sonne schon an. Zeit, sich einzurichten und zu entspannen. Markise, Tisch und Stühle, Geschirr, fertig zum Frühstück! Gekochte Eier, frisch gepresster Orangensaft, ein paar warme Brötchen aus dem Elektroofen ... nichts besser als das! Wir fuhren nach Stresa, um auf dem lokalen Markt zu flanieren, Kaffee zu trinken und das schöne Wetter zu genießen. Von diesem Campingplatz aus haben wir die Fähre nach Verbania genommen, was eine absolut schöne Reise war. Ich ging in Mailand shoppen und spähte durch die Schaufenster von Luis Vuitton, Prada, Gucci und Ralph Lauren.

An unserem letzten Tag haben wir einige Wassersportarten genossen, einen Markt in Arona besucht, ein gemütliches Abendessen im Dorf genossen und wurden mit einer fantastischen Feuerwerkshow verwöhnt. Der perfekte Abschluss unserer Tage in Dormeletto.

Venedig hiess unser nächstes Ziel. Bevor wir losfahren konnten, erledigte Mark seine "Außen-Aufgaben" (Reinigung der Toilette, Aufrollen des elektrischen Kabels, Platzieren von Stühlen und Tisch unter dem Bett, Reinigen des Teppichs, Schließen der Markise), während ich für das Innere verantwortlich war: Geschirr wegräumen, aufräumen, kleine Gegenstände in den Schränken verstauen, etc. Alles war im Nu erledigt. Noch den Caravan anhängen und los geht's. Diesmal waren es nur 300 km bis wir auf dem Campingplatz Fusina angekommen waren, der auf dem Festland liegt, gegenüber Venedig.

Auf diesem Campingplatz können Sie Ihren eigenen Platz auswählen. Wir bevorzugen den Schatten während des italienischen Sommers, und waren glücklich, einen schönen Platz unter den Bäumen gefunden zu haben. Wir stellten den Caravan ab, richteten uns ein und holten Zeitschriften heraus. Nun entspannten wir den ganzen Nachmittag über.

Am nächsten Morgen fuhren wir um 10 Uhr mit dem sogenannten Vaporetto (dem Wassertaxi) nach Venedig. Der Einstieg befand sich nur 100m vom Campingplatz entfernt, sehr praktisch. WOW, Venedig ist atemberaubend! All die kleinen Brücken, die Gondeln, Tausende von Menschen, nette kleine Läden, viel zu sehen. So viele Eindrücke.

Wir fuhren mit dem Wassertaxi zurück zum Campingplatz und ich begann, unsere Mahlzeit für den Tag vorzubereiten. Etwas Reis mit Gemüse, leicht und nahrhaft. Wieder wurde mir klar, wie praktisch dieser Caravan ist. Alles ist in unmittelbarer Nähe. Kühlschrank mit Gefrierfach, der Herd mit integriertem Spülbecken und auch unsere Vorräte waren genau da. Es fehlte nur die Spülmaschine, aber kein Problem: dafür hatten wir ja Mark😊.

Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Vaporetto zum Strand von Alberoni. Ein schöner erholsamer Tag aus Sonne und Sand, an dem wir gemeinsam an einem sehr sauberen Strand schöne Momente genossen. Am späten Nachmittag fuhren wir zurück nach Venedig, um den San Marco Platz mit dem Dogepalace und der San Marco Kathedrale zu besuchen. Wir schlenderten in kleinen Läden rum (mit ihren teils eindrucksvollen Preisen). Holländisch wie wir sind, gönnten wir uns keinen Cappuccino auf einer der Terrassen zu € 18, -. Nein danke. Stattdessen genossen wir das bunte Treiben der Leute, die auf eine Gondel in Bacino Orseolo wartete, die geschäftigen Straßen und Brücken, eine Welt für sich. Unsere Füße brauchten eine Pause und zudem waren wir hungrig, also entschieden wir uns zum Abendessen. Venedig ist absolut wunderbar. Wir verbrachten 2 fantastische Tage dort, aber das war dann genug für uns. An der Zeit die nächste Etappe in Angriff zu nehmen: Slowenien, wir kommen.

Wir kamen am Samstagnachmittag auf dem Campingplatz Sobec an und waren von seiner Größe und Schönheit begeistert. Wir haben einen schönen Platz für Wohnwagen und Auto gefunden.

Der berühmte Bleder See war unsere erste Sehenswürdigkeit. Wir genossen das Wasser, die Aussicht und alle Touristen und konnten einige schöne Fotos machen.

Um mehr Ruhe zu finden, entschieden wir uns, in die Vitgar-Schlucht zu gehen. Auf den hölzernen Wegen und Brücken entlang des Wassers zu gehen, ist wirklich entspannend. Das Wasser ist so klar, dass man die Fische gut sehen kann. Es fühlte sich so großartig an, in der Natur zu sein. Dieses Gefühl, darum geht es uns beim Campingurlaub. Der Natur nahe sein und neue Eindrücke und Erinnerungen schaffen. Radovljica war unser nächstes Ziel. Eine schöne Stadt mit Museen und Restaurants. Wir besuchten Gostilna Lectar. Ein Restaurant mit einem Plus; Hier machen sie noch immer die traditionellen Lebkuchen, die sie von Hand verzieren. Ein wahrer Vorgeschmack der slowenischen Kultur, wenn Sie uns fragen! Nach dem Mittagessen (was wirklich super war) gingen wir zurück zum Campingplatz, wo wir die Ruhe des Nachmittags geniessen konnten. Wir haben draußen gekocht und einen schönen Sommerabend erlebt.

Man kann Slowenien nicht besuchen und Ljubljana, eine der charmantesten Hauptstädte Europas mit der berühmten "Drachenbrücke", auslassen. Wir gingen über die Brücke, als wir den Markt besuchten. Leider waren viele Stände leer, so dass wir die gute Atmosphäre nicht wirklich spüren konnten. Wir gingen durch das autofreie Stadtzentrum, wurden aber von den Naturschätzen Sloweniens angezogen, also nahmen wir das Auto und fuhren nach Bohinj. Tolle Aussicht, kühles kristallklares Wasser… absolut herrlich.

Unser Aufenthalt in Slowenien -der Heimat unseres Caravans- endete, als wir alles gepackt hatten, um nach Österreich aufzubrechen. Nächster Halt: Campingplatz Hubebauer. Den Wohnwagen auf dem Campingplatz zu lassen und mit dem eigenen Auto in eine Stadt oder zu einer Sehenswürdigkeit zu fahren, gab uns ein echtes Gefühl von Freiheit. Anders als bei Reisen mit dem Reisemobil. Salzburg, die Geburtsstadt von Mozart, stand als nächstes auf unserer Liste

So viele Dinge zu sehen und zu erleben, wir hatten einfach nicht genug Zeit. Wir mussten darüber nachzudenken, nach Hause zu fahren. Wir beschlossen, am nächsten Tag Richtung Deutschland abzureisen um vor dem geschäftigen Wochenendverkehr am Samstag wieder zu Hause zu sein. Wir haben es geschafft, diese Strecke zu fahren und erreichten den Campingplatz Heidewald. Wieder durften wir unseren eigenen Platz auswählen (etwas, das wir auf dieser Reise viel erlebt haben, aber nicht wirklich erwartet hatten. Warum nicht? Wir wissen es nicht wirklich. Aber es gab uns ein Gefühl der Freiheit, dies tun zu können.) Der Campingplatz sah sehr sauber und gepflegt aus und auch hier waren so freundliche Menschen. Es ist wahr, was man sagt:  auf einem Campingplatz finden man jeden Tag neue Freunde. Sassenberg und die Stadt Warendorf waren in der Nähe, so dass wir einige Zeit dort verbracht haben. Aber die Ruhe des Campingplatzes war unsere Vorliebe. Den letzten Abend des Urlaubs verbrachten wir mit einem schönen Glas unter der Markise und liessen die wundervollen Momente der letzten zwei Wochen Revue passieren.

 

Unser Caravaning-Abenteuer endete, als wir zurück in unsere Straße fuhren. Wir haben diesen Urlaub so genossen. Wir hatten viele neue Eindrücke gewonnen, unternehmen lustige Dinge, hatten Lieblingsmomente, fanden neue Freunde und kamen wieder in Kontakt mit der Natur. Für uns ist das Reisen mit einem Wohnwagen absolut TOP! Wir denken bereits an unsere nächste Reise.

 

 

Mark & Gerdineke Nijkamp